Posted by: Carlos Tome & filed under Wohnungseigentum.

In einer gemeinschaftlichen Wohnanlage in Portugal, ist die Verwaltung der gemeinsamen Teile des Gebäudes dem Verwalter als auch den Miteigentümern zu zuordnen. Der Verwalter übernimmt hauptsächlich die Verantwortung, wenn es um folgende Bereiche geht:

– Einberufung der Eigentümerversammlung
– Erstellung des jährlichen Wirtschaftsplans
– Einforderung der abgestimmten Beiträge der Miteigentümer
– erforderliche Zahlungen ausführen
– Rechenschaftspflicht gegenüber der Wohnungseigentümergemeinschaft
– Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums
– Aufstellung einer Hausordnung im Sinne aller Beteiligten
– Feuerversicherung abschließen
– Durchführung der gemeinschaftlichen Beschlüsse
– Stellvertretung aller Miteigentümer vor Verwaltungsbehörden
– Wartung aller Dokumente, wie z.B. Gemeinschaftseigentumsurkunde, Baupläne, Grundrisspläne, Pläne der Gas-, Strom-  und Wasserversorgung, Kanalisation und Telefonnetz
– Aufbewahrung der Dienstleistungsverträge, sowie Adressen von Lieferanten der Ausrüstung des Gebäudes.

Wer kann das Amt des Verwalters einer Wohnungseigentümergemeinschaft annehmen?

Als Verwalter einer Wohnungseigentumsgemeinschaft kann jeder Miteigentümer gewählt werden oder es kann auch eine professionelle Verwaltung beauftragt werden, die nach Abstimmung der Eigentümerversammlung vergütet wird.

Sofern nicht anders angegeben, ist die Amtszeit von einem Jahr und kann verlängert werden.
Der Verwalter bleibt im Amt, bis sein Nachfolger ernannt oder gewählt wird.
Wenn kein Verwalter ernannt wurde, kann das Gericht, auf Antrag eines Miteigentümers, mit der Ernennung vorgehen.

Solange der Verwalter nicht vom Gericht bestellt worden ist, müssen seine Aufgaben vorläufig von den Miteigentümern ausgeführt werden, deren Wohneinheit oder Fraktionen den größten Anteil (prozentual) des investierten Kapitals vorweisen, sofern kein anderer Miteigentümer seine Bereitschaft die Position zu übernehmen klar äußert.

Sollten mehrere Eigentümer in gleichen Verhältnis stehen, fällt die Übernahme der Aufgaben auf den Eigentümer dessen Wohneinheit dem ersten Buchstaben in alphabetischer Reihenfolge des Grundbucheintrages entspricht.

Der Verwalter wird von der Eigentümerversammlung gewählt und kann dementsprechend auch entlassen werden.

Der Verwalter kann, auf Antrag eines Miteigentümers, vom Gericht entlassen werden, sollten Unregelmäßigkeiten und fahrlässige Ausübung seines Amtes vorliegen.

Der Verwalter hat bei Verstoß gegen die Gemeinschaftsordnung, ebenso das Recht gegen Miteigentümer oder Dritte zu handeln.

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